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Geschichte der DPSG

Die Geschichte der DPSG:

Im Jahr 1907 veranstaltet der spätere Gründer der Weltpfadfinderbewegung, Lord Robert Baden Powell auf Brownsea Island in Großbritannien mit 22 Jungen aller sozialen Schichten das erste Zeltlager. Er probiert hier erstmals sein Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe. 1909 führt der Stabsarzt Dr. Alexander Lion den Pfadfindergedanken in Deutschland ein. Er "erfindet" das Wort "Pfadfinder" und nimmt die Konzepte Baden- Powells als Vorbild für Jugendarbeit in Deutschland. 1922 gründet sich dann die Weltpfadfinderbewegung, die heute mehr als 34 Millionen Mitglieder hat.
In den Wirren des nationalsozialistischen Deutschlands der 30er Jahre verbietet das Regime 1934 das Tragen der pfadfindertypischen Kluft und der Druck wächst weiter so das sich der Georgspfadfinder nicht mehr öffentlich zu seinem Verband bekennen kann. 1937 kommt es zur Auflösung der ersten Pfadfinderschaften in Münster und anderen Städten durch die Gestapo. 1938 wird die DPSG offiziell verboten und aufgelöst, im Untergrund jedoch nehmen einzelne Mitglieder Bedrohung und Verfolgung auf sich, weil sie am pfadfinderischen Leben als eigenständige Alternative gegen die Repression des Nationalsozialismus festhalten. In dieser Zeit werden auch erste interkulturelle Kontakte geknüpft, die die Grundlage für spätere Verständigung und Projekte bilden.
Nach Beendigung des 2. Weltkriegs gründen sich viele Pfadfindergruppen auf örtlicher Ebene neu. 1947 wird der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) durch die DPSG mitbegründet und langsam kehren wieder normalisierte Verhältnisse ein. 1956 wird in Westernohe im Westerwald eine Begegnungsstätte für behinderte und nicht behinderte Menschen von Pfadfindern in Eigenarbeit errichtet. Am gleichen Ort entsteht später das Bundeszentrum der DPSG.
1961 findet die erste bundesweite Jahresaktion für körperbehinderte Jugendliche statt. Mehr als 250.000 DM werden in den unterschiedlichen Ebenen durch verschiedene Aktionen gesammelt. Die Einführung der Jahresaktion "Flinke Hände, Flinke Füße" hat seitdem eine lange Tradition und aktiviert jährlich den gesamten Verband gegen Missstände zu demonstrieren und mit finanzieller und moralischer Unterstützung hilfsbedürftigen Menschen auf der ganzen Welt unter die Arme zu greifen. So wendet dich die Solidaritätsaktion 1990
gegen die Verschärfung der Asyldebatte mit dem Motto "Wir haben Platz im Boot". 1995 werden im Rahmen der Solidaritätsaktion Ruanda 700.000 DM für das kriegsgeschüttelte Land gesammelt und außerdem 20 verfolgte ruandische Pfadfinder in Deutschland aufgenommen und von der DPSG aufgenommen.
In den 90er Jahren finden immer wieder Großveranstaltungen und auch fortwährend projektorientiertes Arbeiten in den einzelnen Gruppen statt. Hier werden Themen wie die interkulturelle Verständigung, Kindermitbestimmung und Umweltschutz behandelt.

© aus: Projektarbeit zur Sponsorensuche für das Scoutstock (Georg Kentrup)